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TEDDY ist eine internationale Studie, die die Ursachen des Typ 1 Diabetes bei Kindern aufdecken will. Im Rahmen dieser Studie bietet das TEDDY Team Neu­geborenen ein kostenloses Typ 1 Diabetes Risiko-Screening an. Neben fünf Studien­­zentren in den USA, Finnland und Schweden ist das Institut für Diabetes­­forschung in München als einziges deutsches Zentrum an TEDDY beteiligt. Finanziert wird TEDDY von der amerikanischen Gesundheits­behörde NIH (National Institute of Health).

Ziel der Studie
Hintergrund

Was könnten die Ursachen oder Auslöser für Typ 1 Diabetes sein?

Wer kann am Risiko-Screening teilnehmen?

Wie läuft das Risiko-Screening ab?

Wie viele Kinder können mitmachen?
Wie geht es nach dem Screening weiter?
Was genau wird untersucht?
Teilnahme ermöglicht Früherkennung!
Was geschieht mit den Studiendaten?
Wie können uns Fachleute unterstützen? Nähere Informationen

The
Environmental
Determinants of
Diabetes in the
Young

Ziel der Studie  
Ziel der Studie ist es, die Ursachen des Typ 1 Diabetes bei Kindern auf­zudecken und so den Weg für neue Präventions­strategien zu ebnen.

Hintergrund  
Typ 1 Diabetes ist heute bereits die häufigste chronische Krank­heit im Kindesalter. Die Er­krankungs­zahlen steigen bei Kindern seit den 1990er Jahren jährlich um 3-5%. In diesem Jahre werden etwa 2000 Kinder an Typ 1 Diabetes er­kranken.
 
Da viele der Kinder, die später erkranken, bereits in den ersten beiden Lebensjahren eine Vorstufe des Typ 1 Diabetes ent­wickeln, nämlich Inselautoantikörper gegen die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse, vermutet man die Ursachen oder Auslöser der Erkrankung in der frühesten Kindheit.

Was könnten die Ursachen oder Auslöser sein?

Man geht davon aus, dass neben einer genetischen Prädisposition oder Ver­anlagung auch Umweltfaktoren eine Rolle bei der Ent­stehung der Autoimmun­erkrankung spielen. Schließlich entwickeln von erblich identischen Zwillingen mit Risiko­genen nur in einem Drittel aller Fälle beide Geschwister einen Typ 1 Diabetes, obwohl sie dieselben Risikogene tragen.
Bisher ist noch ungeklärt, welche Umweltfaktoren ent­scheidend sind. Zwar wurden vor allem im Bereich der früh­kind­lichen Ernährung einige Untersuchungen durch­geführt, die sich beispiels­weise mit dem Einfluss der Aufnahme von Kuh­milch­­eiweiß, von Omega-3 Fettsäuren, Vitaminen oder Nitrat oder auch mit dem Einfluss des Stillens und der Stilldauer beschäftigt haben. Die meisten dieser Studien erbrachten jedoch wider­sprüchliche Ergebnisse oder konnten nicht bestätigt werden. Einzig der Einfluss von Gluten wurde von mehreren Studien bestätigt. Daher bieten wir am Institut für Diabetesforschung eine auf Gluten bezogene Er­nährungs­­intervention an (s.a. BABYDIÄT Studie).
Die TEDDY Studie soll durch eine Gesamtbe­trachtung verschiedener Umwelt­faktoren klären, welche Einflüsse dafür verantwortlich sind, dass manche Kinder mit einem er­höhtem gen­etischen Risiko bereits sehr früh im Leben an Typ 1 Diabetes erkranken, andere später oder überhaupt nicht.

Wer kann am Risiko-Screening teilnehmen?

Am Screening können alle Neugeborenen teilnehmen, die noch keine drei Monate alt sind. Sie können sowohl aus Familien stammen, in denen Typ 1 Diabetes bereits  aufgetreten ist (bundesweit), als auch aus Familien, in denen niemand daran leidet (hauptsächlich aus Bayern). Auch Neu­ge­borene von Müttern mit Gestationsdiabetes oder Typ 2 Diabetes können mitmachen.

Wie läuft das Risiko-Screening ab?
Das Risiko-Screening wird anhand einer Blutprobe des Kindes durch­ge­führt, die im Idealfall bei Geburt aus der durch­trennten Nabel­schnur entnommen wird. Sie ist auch später noch möglich durch einen kleinen Stich in die Ferse bevor das Kind drei Monate alt wird. Für die Durchführung des Screenings benötigen wir zudem das schriftliche Einverständnis der Eltern.

Wie viele Kinder können mitmachen?                   
Über 2000 Neugeborene jährlich können innerhalb der nächsten vier Jahre am Screening teilnehmen. Insgesamt soll damit eine Anzahl von etwa 650 ein­schließ­baren Neu­geborenen erreicht werden

Wie geht es nach dem Screening weiter?  
Die meisten Eltern werden die Mitteilung erhalten, dass ihr Kind kein erhöhtes Risiko hat. Das bedeutet natürlich nicht, dass es nie an Diabetes erkranken wird, sondern nur, dass es kein höheres Risiko hat als vergleichbare Kinder. Die Kinder, die ein erhöhtes genetisches Risiko haben, können an der zweiten Stufe der TEDDY Studie teilnehmen und werden dann von uns weiter betreut und regel­mäßig untersucht.

Was genau wird untersucht?  
Wir werden bei den teilnehmenden Kindern regelmäßig Unter­suchungen von Blut und Stuhl vornehmen und durch Fragebogenerhebungen Informationen zur Ernährung, zu Impfungen, Allergien, Infektionen und psycho­logischer Verfassung sowohl des Kindes als zum Teil auch der Eltern sammeln.

Teilnahme ermöglicht Früherkennung!  
Ins­besondere untersuchen wir das Blut auf Inselautoantikörper, also die ersten An­zeichen eines sich entwickelnden Typ 1 Diabetes. So sind die Eltern gewarnt und können eine dramatische Stoffwechsel­entgleisung durch ein über­raschendes Auftreten des Typ 1 Diabetes verhindern und eventuell frühzeitig an einer Präventions­maß­nahme teilnehmen.

Was geschieht mit den Studiendaten?  
Die im Rahmen der Studie ge­sammelten Informationen über die Studienkinder werden- natürlich pseudonymisiert -wissenschaftlich ausge­wertet und sollen Hinweise darauf erbringen, warum manche Kinder mit erhöhtem Risiko schon sehr früh an
Typ 1 Diabetes erkranken, andere später oder gar nicht.
Über den individuellen Nutzen einer Teil­nahme hinaus tragen die Studienfamilien dazu bei, dass die Wissen­schaft mehr über die Ursachen des Typ 1 Diabetes erfährt und neue Prä­ventions­­strategien entwickeln kann.

Wie können uns Fachleute unterstützen?

Geburtshelfer und Hebammen Frauenärzte/innen Geburtskliniken Kinderärzte Sonstiges medizinisches  Fachpersonal Diabetologen/innen Diabetesberater/innen Kinderärzte/innen Hausärzte/innen Sonstiges medizinisches  Fachpersonal

Das TEDDY Studienteam strebt Kooperationen mit Kliniken und Praxen in ganz Deutschland an um möglichst viele Neugeborene aus der gesunden Allgemeinbevölkerung zu erreichen. Machen Sie Schwangere auf unser Angebot und die Vorteile einer Teilnahme aufmerksam.

Sie können mithelfen indem Sie Patienten und Patientinnen mit Typ 1 oder Typ 2 Diabetes und Patientinnen mit Gestations­diabetes, die in der nächsten Zeit ein Kind bekommen oder gerade eines bekommen haben, auf die Möglichkeit und die Vorteile einer Teilnahme an TEDDY auf­merksam machen.

Nähere Informationen  
Wenn Sie weitere Informationen benötigen, Infoflyer zugeschickt bekommen möchten oder Fragen haben, können Sie am Institut für Diabetes­forschung, Abteilung
Prof. Ziegler, die Studien­be­treuerinnen Frau Dr. Diana Zimmermann, Frau Andrea Baumgarten oder Frau Stephanie König gebührenfrei erreichen unter:  

                0800 - 33 8 333 9 bzw. 0800 - 33 - TEDDY
                            oder per E-Mail unter:
                    Teddy.Germany@lrz.uni-muenchen.de

                                                STUDIENZENTREN

  • Institut für Diabetesforschung, München, Deutschland
  • Lund University, Malmö, Schweden
  • Medical College of Georgia, Augusta, USA
  • Pacific Northwest Research Institute, Washington, USA
  • Turku University Central Hospital, Turku, Finnland
  • University of Colorado Health Science Center, Denver, USA 

  • Daten-Koordinations-Zentrum in Tampa, Florida, USA

                  Die Zahl der Neuerkrankungen an Typ 1 Diabetes
                                        steigt um 3- 5 % im Jahr



WER KANN TEILNEHMEN? 

Am TEDDY Risiko-Screening können bundes­weit alle Neu­ge­borenen bis zum 3. Lebens­monat teil­nehmen, deren Vater, Mutter oder Geschwister­­kind an Typ 1 Diabetes erkrankt ist. Aus dem Großraum München können auch Neugeborenen mitmachen, in deren Familie bisher noch kein Typ 1 Diabetes aufgetreten ist.

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